Häufiger Ablauf einer telefonischen Anfrage:
Hallo, ich habe gesehen, dass Sie Katzen zu verkaufen haben, was kostet denn eine Katze?  Ach so, das bespreche ich erst mit meinem Partner, ich melde mich dann wieder? So bzw. ähnlich verlaufen viele Telefongespräche, ein grosser Teil der Anrufer meldet sich nicht mehr und sind der Ansicht, dass wir unsere Katzen viel zu teuer verkaufen.



Aber stimmt denn dass, verkaufen wir unsere Katzen wirklich zu teuer? Vergleichen Sie uns doch mal mit anderen  guten Züchtern und Sie werden feststellen, das wir mit 650€ " im Mittelfeld " liegen.
Es gibt Züchter die ihre Katzen teuerer verkaufen und es gibt solche die Katzen eben billiger verkaufen , allerdings variieren die Preise meist nur um plus/minus 20% ( bei seriösen Züchtern).

 


Warum sind Rassekatzen so teuer? Diese Frage stellen sich viele Katzenliebhaber, die sich zum Kauf einer Rassekatze entschlossen haben. Angeregt durch den Besuch einer Rassekatzen-Ausstellung oder durch einen Artikel in einer Katzenzeitschrift, kommt bei vielen der Wunsch auf, eine dieser schönen Katzen zu kaufen.
Schnell kann sich Unmut und Enttäuschung breit machen angesichts der (so scheint es) horrenden Preisvorstellungen der Züchter und so mancher fragt sich, wieso er viele hundert Euro für ein Liebhabertier hinlegen soll, wo er doch weder züchten noch ausstellen will und der Stammbaum letztendlich in der Schublade verstaubt. Schnell ist man sich sicher, das Züchter wohl unheimlich geldgierig sein müssen und sich an den Jungtieren eine "goldene Nase" verdienen. Aber zum Glück gibt es da ja auch noch zahlreiche "Züchter", die ihre Tiere zu Niedrigpreisen unter die Leute bringen. Vergleichen sie doch einfach mal Bilder von diesen Katzen mit unseren. Sehen sie den Unterschied ?

Diese Tiere haben auch Papiere kosten aber oft nur halb so viel wie die Katzen der Züchter, die einem Rassekatzenverein angeschlossen sind. Was steckt hinter solchen Preisunterschieden? Eine artgerechte Haltung und Aufzucht hat ihren Preis, deshalb muss bei "Billigangeboten" davon ausgegangen werden, dass diese Preise nur möglich sind, weil Elterntiere sowie Welpen aus sehr schlechter Aufzucht und Haltung stammen. Bei diesen Tieren handelt es sich meist um solche aus einer Massenzucht, die einzig der Vermehrung dienen und viel Erlös zum Ziel haben.
Wem jetzt der Preis für eine Rassekatze immer noch zu hoch scheint, dem sei gesagt, dass auch das Decken beim Kater bezahlt werden muss (Deckpreis zwischen 250 bis 1000 Euro) und dazu kommt die Anreise (teilweise bis zu 1000km) und die Aufenthaltskosten während des Deckens. Diverse Anschaffungen die man zur Aufzucht braucht nicht zu vergessen .
Natürlich bekommen die Jungtiere sowie die Muttertiere spezielles Aufzuchtfutter, welches nicht im Supermarkt erhältlich ist, dass jedoch eine optimale Grundversorgung der Welpen  garantiert. Auch die medizinische Versorgung der Katzen sind für seriöse Züchter selbstverständlich und nicht kostenlos. Dabei sind fällige Behandlungskosten für Krankheiten nicht mitgerechnet, von denen leider auch ein noch so verantwortungsbewusster Züchter nicht immer verschont bleibt. Fahrtkosten , Heizkosten , Werbekosten ,Stromkosten der imense Zeitaufwand, spielen und Kuscheln und das Plegen der für die Zucht zu alten oder zu jungen im Haushalt lebenden Katzen natürlich nicht zu vergessen .

Nur wer billig "produziert" kann auch billig verkaufen. Den Preis zahlen in erster Linie die Tiere, aber auch die neuen Besitzer, denn diese kommen in den wenigsten Fällen preisgünstig davon. Häufig sind viele Tierarztbesuche und eine niedrige Lebenserwartung die Folge. Die einzigen, die zufrieden aus dem Geschäft hervorgehen werden, sind die skrupellosen Geschäftemacher, welche durch den Verkauf nicht nur profitieren sondern auch Platz für neue "Ware" machen.


Eine verantwortungsvolle Katzenzucht, erfordert einen hohen finanziellen und zeitintensiven Einsatz.

Ein Züchter muss im Vorfeld bestimmte Voraussetzungen und Auflagen erfüllen, um Mitglied in einem zuchtbuchführenden Katzenverband zu werden, damit seine Welpen ordentliche Papiere erhalten können. Bevor er überhaupt einen Wurf verkaufen kann, hat er einiges an Vorleistung erbracht. Den Kaufpreis einer Zuchtkatze, Deckgebühren (oder kauf eines eigenen Zuchtkaters), Tierarztkosten, die Geburt und Aufzucht der Welpen, die ordentliche Ernährung, die Entwurmungen, die Impfungen und so weiter.


Rassekatzen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Doch wer eine reinrassige , wesensstarke Ragdoll sein eigen nennen möchte, muss mit einem Kaufpreis zwischen mindestens 600,00 € und 1300,00 €  rechnen, je nach Größe, Farbschlag, wie vielversprechend sie ist, Zucht-, oder Liebhabertier etc.

Bei solchen Beträgen sind natürlich unseriöse Vermehrer nicht fern, die Welpen - allen voran gerade gängigen Moderassen - aus dubioser Quelle zum "Schnäppchen-Preis" anbieten (siehe auch Websites zum Thema Massenzüchter und Katzen-, Hundehändler).

Die Muttertiere werden viel zu früh und zu häufig gedeckt, schamlos ausgenutzt bis sie geschwächt und ausgemergelt sterben. Bei der Verpaarung der Elterntiere achtet man weder auf Gesundheit, Qualität und Charakter und von einer medizinischen Grundversorgung der Tiere kann nicht ausgegangen werden (das wäre viel zu teuer).
Züchter, der meisten Vereine unterliegen Zuchtrichtlinien, die eng am Tierschutzgesetz ausgerichtet sind. Diese Regeln stehen auch für die medizinische Versorgung der Welpen ( Impfungen, Wurmkuren usw.). Spätestens an dieser Stelle müsste jedem klar sein, dass der artgerechte und verantwortungsvolle Umgang mit Tieren seinen Preis hat.

Was natürlich nicht garantiert das ein Welpe von einem seriösen Züchter niemals Krank wird , aber zumindest wird alles erdenklich mögliche getan, das dem nicht so ist!!!



Vorsicht ist geboten beim Katzenkauf :



*wenn ein Züchter mehr als 2 Rassen anbietet

*wenn Welpen über die Hälfte unter dem "üblichen Marktpreis" angeboten werden

*wenn der Welpe günstiger angeboten wird, wenn Sie auf Papiere verzichten würden

*wenn der Verkäufer die Katze nicht selbst gezüchtet hat

*wenn die Mutterkatze nicht zu besichtigen ist

*wenn der Welpe bei Übergabe unter acht Wochen alt ist

*wenn der Welpe auf einem Parkplatz oder ähnlichem übergeben werden soll

*wenn Welpen und Mutterkatze ausschließlich im Zwinger oder gar im Käfig leben

*wenn ein Welpe Durchfall hat, abgemagert und allgemein ungepflegt ist

*wenn ein Welpe extrem ängstlich und ermattet ist

*wenn die Zuchtstätte sehr verschmutzt ist

Kaufen sie nur dort einen Welpen wo sie sich wohlfühlen und ein gutes Gefühl haben !!!

Katzen zum "Schnäppchenpreis" besitzen selten Papiere eines anerkannten Katzenverbandes. Die Welpen stammen meist von Hinterhof-Vermehrern oder aus illegalen Auslands-Importen. Es wurde bei der Verpaarung der Elterntiere keinerlei Wert auf Gesundheit, Wesensfestigkeit, Sozialisation und andere züchterische Aspekte gelegt. Die Mutterkatze wird meist in katastrophalen hygienischen Umständen gehalten und fristet ihr trauriges Leben als Welpen-Wurfmaschinen; ihre Welpen werden weder entwurmt noch geimpft.

Nicht selten sind solche Welpen bereits krank, wenn sie dem Welpenkäufer übergeben werden. Viele leiden unter genetischen Defekten oder Infektionen, die bereits in den ersten Lebensmonaten zum Tod führen.

Der Kauf eines Welpen zum Dumpingpreis kann den Welpenkäufer teuer zu stehen kommen. Tierarztrechnungen von mehreren tausend EURO und oft ein viel zu kurzes, durch Krankheit schwer beeinträchtigtes Katzenleben, sind keine Seltenheit.

Also: Investieren Sie bitte ein paar Euro mehr für eine Katze aus einer seriösen Katzenzucht - sparen Sie nicht an der falschen Stelle. Verzichten Sie - auch wenn es schwer fällt - auf Mitleidskäufe! Sie helfen dabei mit, unseriösen Katzenhändlern das Geschäft zu verleiden - und leisten damit einen echten Beitrag zum Tierschutz.

Text stammt von Tanja Mirze, Little Heartbreaker Cavaliere